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Wimpernschlagfinale beim 1. Int. Orgelwettbewerb

„Faszination Orgel“ - unter diesem Titel gibt es im Jahr 2020 in ganz Deutschland unzählige Veranstaltungen, die dem diesjährigen „Instrument des Jahres“ gewidmet sind. In Baden-Württemberg hatte sich der Landesmusikrat gemeinsam mit dem Bezirkskantorat Nordbaden für einen internationalen Orgelwettbewerb in der Mannheimer Christuskirche entschieden. Die Hürden für eine Teilnahme waren hoch. Als Eintrittskarte für den Wettbewerb war ein Video von Franz Liszts Fantasie über Bach zu lösen, und in der ersten Runde, die in der Mannheimer Christuskirche am 9. Juli schon in Präsenz stattfand, waren dann eine Triosonate von Bach, ein Orgelwerk Mozarts sowie eine Komposition Sigfrid Karg-Elerts obligatorisch. 7 Kandidaten hatten es bis hierhin geschafft, und aus dieser Gruppe wurden sodann die drei Kandidaten für das Finale am 11. Juni ermittelt. Hier komplettierten eine Toccata von Bach und ein großes Orgelwerk Max Regers ein Anforderungsspektrum, in dem die wichtigsten Epochen und Genres der Orgelliteratur enthalten sind. Eigentlich, so sollte man meinen, eine gute Voraussetzung dafür, innerhalb der drei Finalteilnehmer eine deutliche Platzierungs-Hierarchie abzubilden. Allein, dem war nicht so. Bereits die Preisvergaben lassen erkennen, dass es wohl eher ein Wimpernschlagfinale war. Die hochrangig besetzte Jury, bestehend aus den Professoren Ludger Lohmann (Stuttgart), Matthias Maierhofer (Freiburg), Markus Eichenlaub (Speyer) sowie Hausherr Johannes Michel (Mannheim) kürten den 27-jährigen Denis Pisarevskiy (Moskau) mit dem 5.000 € dotierten ersten Preis, dahinter gab es zwei weitere zweite Preise (zu je 2.500 €) für die noch jungen Organisten Adrian Brech (Herxheim) und Hannes von Bargen (Stuttgart, geboren 2002). Zusätzlich zu den genannten Preisen haben das Max-Reger-Institut und die Karg-Ehlert-Gesellschaft zwei Sonderpreise in Höhe von jeweils 1.000 € gestiftet. Den Max-Reger-Preis gewann Denis Pisarevskiy und der Karg-Elert wurde geteilt und mit jeweils 500 € an Julian Beutmiller und Johannes Krahl vergeben.
  
Trotz ihres jugendlichen Alters waren auch sie mit dem Spitzenrang durchaus auf Augenhöhe. Bemerkenswert ist, dass es bei beiden Teilnehmern eine Historie mit dem Gewinn eines ersten Bundespreises von „Jugend musiziert“ gibt. Ganz offensichtlich bietet dieser Wettbewerb eine ganz besondere Orientierung für eine frühe künstlerische Entwicklung.

Schließlich bot dieser Wettbewerb nicht nur eine Sichtung des hochbegabten Nachwuchses unter den Organisten. Am Samstag, als der Wettbewerb pausierte, konnte das Publikum sich in einer Orgelnacht auch von dem Format der Juroren überzeugen, die in 4 Einzelkonzerten eine jeweils ganz spezifische Künstlerpersönlichkeit hörbar werden ließen.

Prof. Hermann Wilske - als Präsident des Landesmusikrats Baden-Württemberg zugleich Vorsitzender der Jury - dankte in seinem Schlussstatement ausdrücklich der Baden-Württemberg–Stiftung, die diesen Wettbewerb überhaupt erst möglich gemacht hatte. Zugleich betonte er: „Die Mannheimer Christuskirche ist mit ihrer großen Steinmeyer-Orgel, dem „Mannheimer Wunderwerk“ (Karg-Elert) und der Marcussen-Orgel auf der Südempore ein idealer Ort, um alte wie neue Orgelmusik angemessen darstellen zu können. Wir sollten alles daran setzen, diesen internationalen Orgelwettbewerb nicht auf ein erfolgreiches Einmal-Ereignis im Jahr der Orgel zu verstehen, sondern vielmehr im Zyklus von zwei Jahren auf Dauer zu etablieren. Die Magie des Jugendstilkirchenraumes und die außerordentliche Qualität der beiden Orgeln bieten eine erstrangige Voraussetzung dafür, auch langfristig einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Organisten in der Spitze zu leisten!“

 

(Foto: Natascha Busbach)

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